Simthing (2003)

Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema »Untersuchung zur Darstellung von Informationen durch Verhalten«. Ich untersuche die Möglichkeiten einer solchen Darstellung am Beispiel von Mobiltelefonbüchern & den sozialen Verknüpfungen, die aus dem Vergleich dieser Telefonbücher ersichtlich werden.

Die Arbeit basiert auf der Annahme, dass wir Bekanntschaften in Form von Telefonnummern in unseren Mobiltelefonen speichern. Treffe ich auf eine Person die Telefonnummern gespeichert hat, die ich auch gespeichert habe, kann ich davon ausgehen, dass sich unsere sozialen Netze überschneiden.

Die Installation besteht im wesentlichen aus einer Projektionsfläche, die einen Einblick in den Informationsraum gewährt und einem Eingabegerät, einem Joypad, in welches ein SIM-Kartenlesegerät eingebaut wurde. Um eine Repräsentation in der Installation zu bekommt, wird das eigene Mobiltelefon, der ewigen Begleiter, auseinandergebaut und die SIM-Karte entfernt. Diese wird dann in das Joypad eingeführt, wo ihre Daten ausgelesen werden. Die Daten werden nun in eine Art Zwischenstadium überführt und können als eine Herde einzelner Einträge durch den Raum gesteuert werden. Anschliessend wird aus den Daten ein einzelnes Wesen generiert, dass von nun an mit anderen Wesen interagiert, bestimmt durch die Beziehung eigener Daten mit den Daten anderer. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Wesen wird durch Verhalten ausgedrückt.

Ausstellungen
»Ars Electronica Festival«, Linz, Österreich ( 2004 )
»DorkBot«, Berlin, Deutschland ( 2004 )

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Verhalten stellt Information dar. Es wird gelesen wie Farbe und Formen gelesen werden. Antropo- und zoomorphisierung ist ein Zugang zu Technologie.